Umfassende und aktuelle Informationen zur Druckgerätesicherheit

Anlage

Die letzten Fachbeiträge

Für welche Werkstoffe ist eine Schweißverfahrensprüfung (WPQR) nach EN ISO 15610 möglich?

Die Norm EN ISO 15610 legt fest, wie ein Schweißverfahren (WPQR) unter Verwendung geprüfter Schweißzusätze qualifiziert werden kann. Diese Anwendung der EN ISO 15610 ist jedoch auf die

  • Werkstoffgruppen 1.1 und 8.1 der übergeordneten Norm EN ISO 15608 (Materialdicken t ≤ 40 mm) sowie auf die
  • Werkstoffgruppen 21, 22.1 und 22.2 der EN ISO 15608 (Materialdicken t ≤ 20 mm), die in der Wärmeeinflusszone akzeptable Mikrostrukturen und Eigenschaften ergeben, die sich im Betrieb nicht wesentlich verschlechtern.

Die Norm EN ISO 15610 findet keine Anwendung, wenn für die Schweißverbindung eine der folgenden Anforderungen festgelegt ist:

  • Härte;
  • Schlagzähigkeit;
  • Vorwärmung;
  • kontrollierte Wärmezufuhr;
  • Zwischenlagentemperatur;
  • Wärmebehandlung nach dem Schweißen.

Wird diese WPQR (EN ISO 15610) für die Konstruktionsnorm EN 13445 (unbefeuerte Druckbehälter aus Stahl) akzeptiert?

EN 13445-4 (Druckbehälter aus Stahl) und EN 13445-8 (Druckbehälter aus Aluminium) akzeptieren dieses WPQR nicht. Dies gilt auch nicht für Schweißnähte, die direkt an Druckbehältern ausgeführt werden, die nicht druckführend sind, wie z. B. Stützringe, Stützen und Sättel.

Gemäß EN 13445-4 (Druckbehälter aus Stahl) und EN 13445-8 (Druckbehälter aus Aluminium) ist für Druckbehälter eine Schweißverfahrensprüfung (WPQR) gemäß EN ISO 15614-1 oder EN 15614-2 erforderlich. Diese muss für Druckgeräte der Kategorien II, III und IV von einer notifizierten Stelle oder einer anerkannten unabhängigen Prüfstelle genehmigt sein.

Weiterführende Informationen

Welche Materialien sind mit den oben genannten Werkstoffgruppen gemeint? Hier findet man eine Werkstoffliste!

Werbung

HIER

könnte Ihre Werbung stehen