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EN 13445-4: Berechnungstool für PWHT-Grenzwerte

Dieses PWHT Berechnungstool ist ein praktisches Hilfsmittel zur Ermittlung der Grenzwerte aus der EN 13445-4 für die Wärmebehandlung nach dem Schweißen (PWHT). Abweichungen erfordern ggf. eine Verifizierung, die zusätzliche Werkstoffprüfungen erfordern.

Durch die Einhaltung der PWHT-Grenzwerte, auch im Hinblick auf bereits vorgenommene Anlassglühungen durch den Werkstoffhersteller, werden negative Auswirkungen auf die Festigkeit und Zähigkeit weitestgehend vermieden.

PWHT

Berechnungstool zur Ermittlung der PWHT-Grenzwerte

Eingabe

Ausgabe

zulässige PWHT Grenzwerte für den ausgewählten Werkstoff
EN 13445-4 Abschnitt 11

Werkstoff

Anlasstemperatur Ta

  [°C]

Optional;
siehe Anmerkung (2) unten

Nenndicke  en

  [mm]

siehe Anmerkung (1) unten

min. Glühtemperatur   TS, min

  [°C]

die minimale Haltetemperatur

max. Glühtemperatur   TS, max

  [°C]

die maximale Haltetemperatur;
siehe auch Anmerkung (2)

min. Haltezeit   tmin

  [min]

die mindest Haltezeit

Hollomon-Jaffe Parameter  Pcrit

  [-]

der max. zulässige Parameter;
siehe Anmerkungen (3)

Aufheizrate  K1

  [°C/h]

die max. zulässige Aufheizrate bei Ofenglühung

Abkühlrate  K2

  [°C/h]

die max. zulässige Abkühlrate bei Ofenglühung

Hinweise

® Druckgeraete-Online.de

Anmerkung (1):

Die maßgebende Nenndicke en für die Wärmebehandlung  von Schweißnähten an Behältern ist

  • bei Stumpf-Schweißverbindungen die kleinere der beiden Wanddicken (falls unterschiedlich)
  • die Wandicke des Behältermantels in Verbindung mit Flanschen, Rohrböden oder ähnliche Verbindungen
  • die Kehlnahtdicke der Verbindung zwischen Mantel oder ebenen Boden mit dem Stutzen
  • die Wanddicke des Grundwerkstoffes bei Werkstoffen mit korrosionsbeständigen Plattierungen auf Aussteint-oder Nickelbasis (plattiertes Blech)
  • ein Viertel des Grundwerkstoff-Dicke bei Werkstoffen  mit einer korrosionsbeständigen Schweißplattierung auf Austenit- oder Nickelbasis.

Siehe auch die graphischen Darstellungen zur Nenndicke en in EN 13445-2 Anhang B, Tabelle B.4.1.

Wenn durch zusätzliche Schweißungen nach der ersten Wärmebehandlung  eine weitere Wärmebehandlung notwendig ist, dann muss für die Nenndicke en die Schweißnaht berücksichtigt werden, die nach der ersten Wärmebehandlung durchgeführt wurde.


Anmerkung (2):

Die vom Werkstoffhersteller angegebene Anlasstemperatur Ta bei N-, NT- oder QT-Werkstoffen muss höher sein als die tatsächliche Glühtemperatur. Die max. Glühtemperatur Tmax kann deshalb durch die Anlasstemperatur Ta begrenzt sein.

[ TS,max < Ta ] für Werkstoffe der Werkstoffgruppe 1.1 und 1.2

[ TS,max < Ta  – 30°C ] für Werkstoffe anderer Werkstoffgruppen

Abweichungen hiervon müssen zwischen Werkstoffhersteller und Druckgerätehersteller vereinbart werden.

Sollten die Werkstoffhersteller eine Anlassglühung durchgeführt haben, wird diese Temperatur im Abnahmeprüfzeugnis angegeben.


Anmerkung (3):

Der kritische Hollomon-Jaffe Parameter darf nicht überschritten werden, da sonst negative Auswirkungen hinsichtlich der Festigkeit und Zähigkeit entstehen. Durch Ausnutzung der oberen zulässigen Glühtemperatur TS, max  in Verbindung mit einer langen Haltezeit t und/oder durch Mehrfachglühungen ist dieser Parameter P mit den tatsächlichen Glühparameter zu ermitteln. Wenn Pcrit überschritten wird (P> Pcrit), ist eine Verifizierung ggf. durch zusätzliche Werkstoffprüfungen nach EN 13445-4 Abschnitt 11.5.2 erforderlich.

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