Anhang I Nr. 4.3 der DGRL verlangt, dass der Gerätehersteller geeignete Maßnahmen ergreifen muss, um sicherzustellen, dass der verwendete Werkstoff den vorgegebenen Anforderungen entspricht. Insbesondere müssen für alle Werkstoffe vom Werkstoffhersteller ausgefertigte Unterlagen eingeholt werden, durch die die Übereinstimmung mit einer gegebenen Vorschrift bestätigt wird.
Wie können diese Anforderungen im Sinne der erforderlichen Prüfunterlagen angewendet werden?
Worauf bezieht sich die Formulierung „das in Bezug auf die Werkstoffe einer spezifischen Bewertung unterzogen wurde“ im dritten Absatz von Nr. 4.3 in Anhang I?
Was sind die Anforderungen hinsichtlich der Dokumentation und der Rückverfolgbarkeit bei Schweißzusatzwerkstoffen:
– Prüfbescheinigung
– Geeignete Verfahren für die Rückverfolgbarkeit?
Die DGRL nennt den Fall „eines Werkstoffherstellers, der ein geeignetes, von einer in der Union niedergelassenen zuständigen Stelle zertifiziertes Qualitätssicherungssystem hat, das in Bezug auf die Werkstoffe einer spezifischen Bewertung unterzogen wurde“.
Wie ist diese Anforderung in der Praxis zu verstehen?
Welche Anforderungen gelten für Bauteile wie gewölbte Böden, Bolzen, Flansche, geschweißte Rohre, geschweißte Rohrformteile (Fittings) usw., die als solche in Verkehr gebracht werden?
Anhang I Nr. 4.3 der DGRL verlangt vom Werkstoffhersteller, dass er Unterlagen ausfertigt, die die Übereinstimmung, mit der vom Gerätehersteller verlangten, Spezifikation bescheinigen.
Bedeutet diese Anforderung, dass für die im Entwurf des Druckgerätes verwendeten Werkstoffeigenschaften diejenigen zugrunde gelegt werden müssen, die vom Werkstoffhersteller bescheinigt (garantiert) werden?
Wenn ein Gerätehersteller eine Bescheinigung des Typs 3.1 nach EN 10204:2004 vom Werkstoffhersteller gemäß dem dritten Abschnitt von Nr. 4.3 des Anhangs I erhält – welcher Nachweis für die Erfüllung dieser Anforderungen muss, dann in den technischen Unterlagen dokumentiert werden?